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6 Produkte, mit denen ihr ein bisschen Nachhaltigkeit in euren Alltag bringen könnt

3. Oktober 2019Michelle Klein

Nachhaltigkeit ist ein verdammt aktuelles und hoch emotional aufgeladenes Thema, das im Moment einen großen Teil der Politik und Gesellschaft beherrscht. Und das natürlich völlig zurecht! Denn was wir mit unserem Planeten anstellen, geht wirklich auf keine Kuhhaut (pun intended). Weil das Thema Nachhaltigkeit und unsere übermäßige Produktion von Müll auch mich sehr beschäftigt, möchte ich euch in diesem Post 6 Produkte zeigen, mit denen ich in meinem Haushalt ein bisschen Müll vermeide. 

*dieser Beitrag kann indirekt Werbung ohne Auftrag (Markennennung, Verlinkung) enthalten.

Okay, Nachhaltigkeit hat zwar nichts direkt mit meinen Bienen zu tun, aber dann wiederum eigentlich schon. Denn wenn wir nicht ordentlich mit unserem Planeten umgehen, wird es für Tiere und Pflanzen ganz schön ungemütlich. Für uns natürlich auch, aber da wir der Verursacher dieser Probleme sind (kurzer Gruß an die AFD an dieser Stelle), habe ich da weniger Mitleid für uns. So sad! Und habe ich nicht als Imkerin eine gewisse Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen? Okay, vielleicht bilde ich mir da zu viel auf meine Rolle ein, aber meines Erachtens sollten Imkern und Nachhaltigkeit ein bisschen Hand in Hand gehen. 

Das große ABER der Nachhaltigkeit

Doch jetzt kommt das große ABER. Das ist wahrscheinlich auch das ABER, das die Gegner von Fridays for Future und Greta Thunberg verwenden, wenn sie sich wieder über die Bewegung aufregen wollen. Ich bin nicht perfekt. Ich fahre zwar mit dem Fahrrad zur Arbeit und esse in der Woche rein vegetarisch, ABER natürlich könnte ich viel mehr machen. Zum Beispiel könnte ich Vegetarierin werden, aber ich esse Fleisch tatsächlich gerne. Außerdem war ich gerade mit dem Auto im Urlaub. Immer noch „besser“ als mit dem Flugzeug oder dem Kreuzfahrtschiff, aber trotzdem. ABER ich hätte ja mit der Bahn fahren können. 

Straße mit Grasbüschel

Dann trage ich Kleidung, die in Entwicklungsländern hergestellt wurde. Ich habe mir zwar lange keine Klamotten mehr gekauft, ABER trotzdem. Ich besitze ein Handy, ein Tablet, einen Computer, die aus Materialien bestehen, die zum Teil unter den schlimmsten Bedingungen gefördert werden. Ich gebe zu, ich kaufe auch manchmal Obst, das nicht saisonal ist. #confessions Merkt ihr was? Wenn man einmal anfängt, kann man eigentlich nicht mehr aufhören. 

Gleichzeitig mache ich dann doch mehr als die meisten. Vor allen Dingen versuche ich es und bleibe nicht bei meinen eingefahrenen Lebensgewohnheiten. Muss man jeden Tag Fleischwurst auf seinem Brot haben? Muss ich die 5 km zur Arbeit mit dem Auto fahren? Muss ich für meinen Jahresurlaub immer in die Karibik fliegen? Alles debattierbar. Und ja, ich gebe zu: Ein bisschen beruhige ich auch mein eigenes Gewissen, so wie jeder das tut. So sind Menschen einfach. 

Ich möchte euch deswegen 6 Produkte zeigen, mit denen ihr anfangen könnt. Ich verlange hier von keinem, seine kompletten Lebensgewohnheiten zu ändern! Aber probiert es doch mal aus, es ist vielleicht gar nicht so übel 😉

6 Produkte für einen nachhaltigen Alltag

Nachhaltige Produkte

Selbst genähte Abschminkpads

Ich glaube, mit den Dingern hat es angefangen. Und zwar habe ich mich geärgert, dass ich jeden Abend zwei Wattepads verbraucht habe, eines zum Entfernen von Make-Up und eines für mein Gesichtswasser. Nun rechnet das mal hoch, das macht 730 Wattepads im Jahr! Jetzt überlegt mal, wie viel Baumwolle allein dafür drauf geht, dass ihr euch das Gesicht abschminkt. Dann kommt noch die Plastikverpackung dazu, der Wasserverbrauch für die Baumwolle usw. usw. Dieses Problem könnt ihr ganz einfach durch wiederverwendbare Abschminkpads lösen, die ihr nach der Benutzung einfach in die Waschmaschine schmeißt. Solche nachhaltigen Abschminkpads könnt ihr entweder kaufen oder ganz einfach selbst nähen. Meine habe ich aus einem alten Waschlappen und einem kleinen Handtuch genäht. Die Anleitung dazu stelle ich euch noch vor.

Hand mit Stoff-Abschminkpads

Wiederverwendbare Q-Tips

Diese wiederverwendbaren Q-Tips sind meine neueste Errungenschaft und funktionieren bis jetzt ganz wunderbar. Wattestäbchen oder Q-Tips benutze ich hauptsächlich, um kleine Fehler beim Schminken zu korrigieren. Außerdem reinige ich manchmal meine Ohren damit (auch das ist natürlich umstritten). Doch auch hier habe ich dann pro Tag mindestens eins gebraucht. Hier kommt nicht nur die Baumwolle an den Spitzen ins Spiel, sondern auch das Plastikstäbchen. Eine nachhaltigere Variante ist zwar das Bio-Wattestäbchen, aber das ging mir nicht weit genug. Dann bin ich vor ein paar Wochen auf das wiederverwendbare Stäbchen von Meermals gestoßen. Kleine Randnotiz: An dieser Stelle muss ich beichten, dass Instagram-Werbung tatsächlich bei mir funktioniert hat… 

Die Stäbchen sind laut Webseite vollständig biologisch abbaubar, außerdem besteht die Verpackung zu 100% aus recyceltem Plastik. Zusätzlich spendet das Unternehmen einen Teil der Einnahmen an Organisationen wie The Ocean Cleanup. Vielleicht habe ich mich blenden lassen, aber das klang ganz gut für mich. Ein großer Minuspunkt für mich: Die Stäbchen werden aus Asien verschickt. Dazu sagt das Unternehmen:

„Die Verschmutzung der Ozeane passiert vorwiegend nicht in Europa sondern in Drittländern. Wir verwenden für unsere Produkte ausschließlich recyceltes Plastik. Dieses wird Großteils in Asien aus den Meeren gefiltert. Dadurch ist auch der Großteil der Produktionen in Asien ansässig.“

Auch wieder debattierbar.

Hand mit wiederverwendbaren Stäbchen

Mikrofasertücher zum Abschminken

Diese Microfaser Kosmetiktücher waren ein Tipp von einer guten Freundin und sind quasi eine Weiterentwicklung der wiederverwendbaren Abschminkpads. Die Tücher müsst ihr einfach nur nass machen und könnt damit selbst wasserfestes Make-Up inklusive Wimperntusche entfernen. Also ganz ohne Make-Up-Entferner! Aus diesem Grund habe ich mir die Dinger auch geholt und benutze meine Abschminkpads nur noch für mein Gesichtswasser. Damit könnt ihr euch das Plastik und die Chemie des Make-Up-Entferners ganz sparen. Wer übrigens ein gutes Rezept für selbstgemachtes Gesichtswasser hat, meldet sich bitte bei mir!

Hand mit Mikrofaser-Kosmetiktuch

Der Menstruationscup

Uhh, jetzt wird es für die Männer unangenehm. Falls Männer überhaupt diesen Blog lesen. Menstruation! So, alle Männer weg? Auf diese kleine Errungenschaft bin ich auch ein bisschen stolz, denn durch den Menstruationscup oder die Menstruationstasse spare ich jeden Monat eine Menge Tampons und damit Baumwolle ein. Was für ein Müll das immer war! Der Cup benötigt zwar eine gewisse Eingewöhnungszeit und bei den ersten Malen könnte eventuell eine kleine Sauerei entstehen (muss aber nicht!), aber sobald ihr es drauf habt: Wow! Ich finde das Ding so viel bequemer, unkomplizierter und hygienischer als Tampons und bin mehr als froh, es mir vor knapp 2 Jahren angeschafft zu haben. Und keine Angst: Wenn eure Tage vorbei sind, wird der Cup ausgekocht und in einem speziellen Täschchen aufbewahrt. Also alles super hygienisch.

Hand mit Menstruationscup

Küchenpapier aus Bambus

So, abgesehen von den typischen „Frauenprodukten“ habe ich noch etwas, damit ihr ein bisschen Nachhaltigkeit in die Küche bringen könnt. Eine weitere große Müllquelle ist bei mir nämlich das Küchenpapier, das ich für alles Mögliche verwende. Dementsprechend groß ist mein monatlicher Verbrauch. Vor kurzem habe ich mir dann dieses Küchenpapier aus Bambus angeschafft, das man einfach in die Waschmaschine schmeißen kann. Da ich das Küchenpapier noch nicht sehr lange habe, kann ich euch noch nicht so viel dazu sagen. Allerdings musste ich meine Gewohnheiten ein bisschen ändern und aufpassen, dass ich das Papier nicht aus Versehen wegschmeiße. Ich bin gespannt!

Hand mit Küchenpapier

Kaffeefilter aus Metall

Dieser Kaffeefilter aus Metall ist perfekt für alle, die ihren Kaffee mit der Hand aufbrühen. Normalerweise benutze ich nämlich Kaffeefilter aus Papier, die dann jeden Tag einfach so im Müll landen. So kann ich den Filter benutzen, den Kaffeesatz entweder wegschmeißen oder für andere Dinge verwenden (zum Beispiel Gesichtsmasken…) und danach den Filter einfach mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen! Hier ist Nachhaltigkeit wirklich einfach.

Hand mit Metall-Kaffeefilter

So, jetzt brauche ich nur noch einen Weg, wie ich Toilettenpapier gegen eine nachhaltige Alternative eintauschen kann…Nee, im Ernst: Diese kleinen Helferlein haben meinen Müllverbrauch schon gut reduziert. Und da ich seit kurzem meinen Gemüseabfall ebenfalls sammle, um daraus Gemüsebrühe zu machen, fällt das auch schon mal weg. Am liebsten hätte ich so ein Gerät, das Essensreste zu Humus verarbeitet. Das wäre doch was, oder? 

Comments (6)

  • Alice Christina

    4. Oktober 2019 at 10:12 pm

    Tolle Tipps! Küchenpapier aus Bambus und Mikrofasertücher zum Abschminken find ich richtig toll!

    Liebe Grüße
    Alice Christina von http://www.alicechristina.com

    1. Michelle Klein

      4. Oktober 2019 at 10:56 pm

      Juhuu, freut mich, dass ich dir ein paar Anregungen geben konnte ?

  • Robert2Help

    4. Oktober 2019 at 11:19 pm

    Die meisten Tipps kann ich als ungeschminkter Mann zwar nicht gebrauchen, aber ich bin ja immer pro Nachhaltigkeit.
    Aber die Küchenrolle sehe ich skeptisch, denn der Vorteil ist ja die Rolle. Wenn ich die einzelnen Tücher wasche, wie bekomme ich die wieder zu einer Rolle?
    Da scheint mir der gute alte Putzlappen immer noch im Vorteil 🙂

    Grüße,
    Robert

    1. Michelle Klein

      5. Oktober 2019 at 7:22 am

      Ja, so weit war ich mit der Küchenrolle leider auch noch nicht, im Moment “rolle” ich sie erstmal ab. Aber ich werde berichten!

  • Anleitung: Bienenwachstücher für eine plastikfreie Küche – Mother of Bees

    17. Oktober 2019 at 5:03 pm

    […] knapp zwei Wochen habe ich euch ja schon ein paar Produkte vorgestellt, mit denen ihr ein bisschen eure Müllproduktion reduzieren könnt. Das einzige, was […]

  • Anleitung: Umweltfreundliche Baumwoll-Pads – Mother of Bees

    14. November 2019 at 5:24 pm

    […] weniger davon zu produzieren. Auch, wenn es nur ein bisschen ist. Erinnert ihr euch an meinen Post von vor ein paar Wochen? Da habe ich euch ein paar Produkte vorgestellt, mit denen ihr in […]

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