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Die besten Grundzutaten für natürliche Peelings

31. Oktober 2019Michelle Klein

Hallo liebe Naturkosmetik-Freunde, heute möchte ich euch ein bisschen was über die besten Zutaten für natürliche Peelings erzählen. Warum ihr euer Geld (und eure Zeit) in natürliche Peelings investieren solltet? Ganz klar: Ihr wisst genau, was drin ist und spart am Ende einen Haufen Geld, und wahrscheinlich noch Plastikmüll. Klingt fantastisch, oder?

Ehrlich gesagt: Bis vor ein paar Jahren habe ich keinerlei Gedanken an Peelings verschwendet. Aber je älter man wird – so mein Eindruck – desto eher beschäftigt man sich mit seiner Haut und desto eher ist man bereit, auch ein bisschen Geld zu investieren. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir unser Geld für superteure Kosmetik ausgeben sollten! Aber wenn man das richtige Produkt gefunden hat, warum dann nicht auch mal mehr als 2 € für eine gute Gesichtscrème ausgeben? 

Ein Einmachglas mit Peeling

Wofür ich allerdings keinen Cent (mehr) übrig habe, sind Gesichtsmasken und Peelings aus der Drogerie. Da ärgere ich mich eher über den anfallenden Plastikmüll, und meistens sind auch noch Zusatzstoffe drin, die ich gar nicht auf meiner Haut haben will. Die beste Lösung ist wie immer: Selber machen. Deswegen möchte ich euch ein paar Grundzutaten zeigen, mit denen ihr eure Peelings nach Lust und Laune zusammenmischen könnt. Los geht’s!

Die „peelenden“ Grundzutaten

Was wäre ein Peeling ohne Peeling-Effekt? Der Vorteil von selbstgemachten Peelings ist hier ganz klar, dass ihr keinerlei Mikroplastik den Abfluss runterspült und die meisten hier aufgelisteten Zutaten entweder schon zu Hause habt, oder im Supermarkt um die Ecke kaufen könnt.

Brauner und weißer Zucker

Zucker

Eigentlich ist Zucker die einfachste Zutat für euer Peeling, denn ihr habt ihn (meistens) schon im Haus. Außerdem entfernen die kleinen Zuckerkristalle nicht nur eure abgestorbenen Hautzellen, nein, er kann noch viel mehr! Denn Zucker enthält Glykolsäure, die eure Haut geschmeidig hält und sogar vorsorglich gegen trockene und schuppende Haut helfen kann. Allerdings solltet ihr die günstige DIY-Variante nur etwa einmal die Woche anwenden – bei empfindlicher Haut können zudem eventuell kurzzeitig rote Flecken entstehen. Dabei eignet sich vor allem brauner Zucker für euer Gesicht, denn er enthält Feuchtigkeit, während roher Zucker durch seine gröbere Struktur eher für starke Peelings geeignet ist. Also eher für Ellbogen oder Fersen.

Salz

Auch mit Salz könnt ihr einfach und günstig ein Peeling herstellen. Hier ist wieder nur wichtig, dass ihr die richtige Körnung verwendet – also grobes Meersalz am besten nicht im Gesicht, sonst könnt ihr das Haus erstmal nicht verlassen. Dafür nehmt ihr lieber feines Speisesalz. Außerdem empfiehlt sich für ein Salz-Peeling Salz aus dem Toten Meer, da es reich an Mineralien und Spurenelementen ist.

Kaffeebohnen und gemahlener Kaffee

Kaffeesatz

Ich lieeeeebe Peelings und Gesichtsmasken aus Kaffeesatz, so wie diese Maske hier. Wie ich schon in meiner DIY-Anleitung geschrieben habe, ist das Koffein im Kaffeesatz ein wahres Wundermittel für eure Haut. Es ist nämlich ein natürliches Antioxidant und neutralisiert schädliche freie Radikale. Diese sind für vorzeitige Hautalterungverantwortlich. Es vitalisiert also eure Haut und schützt sie durch ihre antioxidative Wirkung. Außerdem könnt ihr natürlich so den Kaffeesatz verwenden, der sonst im Müll oder bei euren Blumen landen würde!

Haferflocken oder -kleie

Eigentlich kenne ich Haferflocken nur aus meinem Müsli, trotzdem könnt ihr die kleinen Kraftpakete natürlich auch für eure Haut nutzen! Auch hier gilt: Haferflocken sind eine sehr günstige Zutat für euer Peeling, und viele haben sie auch schon zu Hause. Warum sie (neben des Peeling-Effekts) so gut für eure Haut sind? Weil sie wertvolle B-Vitamine und gesunde Fette enthalten, die auch empfindliche Haut sehr gut pflegen.

Ganze Mandeln

Mandelkleie

Ich gebe zu, ich habe mir diesen Urlaub Einiges von L’Occitane gegönnt, unter anderem ein himmlisches Mandelpeeling. Ja ich weiß, ihr denkt jetzt „Warum kauft die sich ein Peeling und sagt uns, wir sollen es selber machen?!“. Und da habt ihr absolut recht. Die Wahrheit ist: Ich wollte eigentlich die Körperbutter kaufen, hab mich aber vergriffen 😀 Lange Rede kurzer Sinn: Dieses Mandelpeeling ist fantastisch, und ich wusste gar nicht, dass man Mandelschalen auch als Peeling nutzen kann. Dabei ist Mandelkleie (eine Mischung aus Schalen und Fruchtresten, thanks Wikipedia) super, um trockene Haut zu pflegen, weil sie noch etwas Fett enthält. Mandelkleie kann man laut Internet in der Apotheke kaufen.

Heilerde

Obwohl ich mit Heilerde ehrlich gesagt noch nichts zu tun gehabt habe, sollte mich natürlich schon der Name allein überzeugen. Laut Internet ist Heilerde dabei ein richtiges Allround-Talent und soll sogar gegen Sodbrennen und Magen-Darm-Beschwerden helfen. Aber das interessiert uns ja gerade nicht. Viel wichtiger: Heilerde ist super gegen Akne und unreine Haut! Na, wenn das nicht vielversprechend klingt. Allerdings wirkt Heilerde austrocknend und sollte nicht bei trockener Haut angewandt werden. Ihr kriegt sie in der Apotheke, im Reformhaus oder in der Drogerie.

Die zusätzlichen Pflegezutaten und Konsistenzgeber für eure „Abreibung“ 

Ohne Konsistenzgeber ist es definitiv schwierig, eurer Haut eine ordentliche Abreibung zu erteilen. Also brauchen wir noch eine Basis, die eurer Haut nach dem Entfernen der Hautschüppchen etwas Gutes tut. Auch hier haben wir ein bisschen Auswahl.

Olivenöl in einer Schale

Olivenöl

Olivenöl sollte auch in keinem Haushalt fehlen und ist deswegen ein praktischer und (relativ) günstiger Konsistenzgeber für euer Peeling. Außerdem enthält Olivenöl viele Vitamine und sorgt für Rückfettung der Haut – es ist also eine gute Basis für trockene und normale Haut. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass ihr „Natives Olivenöl extra“ in Bio-Qualität kauft. Man will ja nicht irgendeinen Mist auf seine Haut schmieren. Netter Nebeneffekt: Der Rest kann für Salatverwendet werden. Oder halt umgekehrt.

Kokosöl

Tatsächlich ist Kokosöl einer meiner Favoriten, wenn es um selbstgemachte Kosmetik geht. Und Kokosöl ist ja wirklich ein wahres Wundermittel! Vor allem spendet es eurer Haut Feuchtigkeit, und es enthält antimikrobielle Fettsäuren, die beispielsweise die Vermehrung von Aknebakterien verhindern. Außerdem eignet es sich ungemein für trockene und sensible Haut. Achtet auch hier darauf, dass ihr kaltgepresstes natives Öl kauft! Für die Verarbeitung in Kosmetik muss es natürlich geschmolzen werden, aber das geht ganz einfach in der Mikrowelle.

Eine Schüssel mit Honig

Honig

Honig! Warum hab ich eigentlich nicht mit Honig angefangen? Honig ist (meiner Meinung nach) das Beste, was euch die Natur bieten kann. Denn Honig besitzt eine besonders antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, mildert also Hautrötungen und Pickel. Außerdem macht Honig die Haut unglaublich weich und geschmeidig. Übrigens ist er für alle Hauttypen geeignet. Also: Ab zum nächsten Imker!

Quark

Auch wieder eine günstige Peeling-Basis. Quark ist toll für eure Haut, weil er sie mit Feuchtigkeit versorgt und sie direkt straffer erscheinen lässt. Außerdem wirkt Quark kühlend – was insbesondere im Sommer echt angenehm ist. Obwohl Quark gerade gut für fettige Haut geeignet ist, kannst du ihn auch für normale und trockene Haut nutzen. Und was ich auch immer super finde: Du kannst den restlichen Quark essen. Mjam.

Eine aufgeschnittene Avocado

(Avocado)

Wir alle wissen, wie gesund Avocados sind – sie enthalten BiotinMagnesiumVitamin B6 und Vitamin E. Durch das enthaltene Fett machen sie außerdem eure Haut besonders geschmeidig und füllt ihren Feuchtigkeitsspeicher wieder auf. Allerdings habe ich sie hier in Klammern gesetzt, weil ich kein großer Fan von ihnen bin. Warum? Weil pro Avocado im Schnitt 70 Liter Wasser verbraucht werden. Außerdem werden riesige Monokulturen für den Anbau von Avocados angelegt und Bewässerungsanlagen gebaut, die der Umwelt und der heimischen Bevölkerung teilweise den Zugang zum Trinkwasser rauben1. Also möchte ich größtmöglich auf den Einsatz von Avocados verzichten.

Optional: Der passende Duft

Wer nach dem Peeling schön duften möchte, kann seiner selbstgemachte Beautykur noch einen passenden Dufthinzufügen. Hier eignen sich natürlich ätherische Öle, wie zum Beispiel RoseLavendelYlang-Ylang etc. Da ich allerdings kein Fan von künstlichen ätherischen Ölen bin, greife ich oft auf Schalen von Zitrusfrüchten zurück. Allerdings könnt ihr euer Peeling auch mit getrockneten Blüten pimpen. Auch hier ist Lavendel ein toller Tipp, da der Duft auch die Nerven beruhigen soll – und wer braucht nicht ein bisschen Entspannung im Alltag? Übrigens funktioniert auch frisch gepresster Saft von Zitronen, Orangen oder Limetten. Übrigens: Zitronensaft wirkt auf eure Haut zusätzlich entzündungshemmend und reinigt porentief, sollte allerdings nicht bei empfindlicher Haut verwendet werden.

Und zum Schluss: Ihr könnt die Zutaten nach Lust und Laune mischen – denkt nur immer daran, sie an die Bedürfnisse eurer Haut anzupassen!

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