Blog post

10 spannende Bienen-Fakten zum Angeben

19. Dezember 2019Michelle Klein

Hallöchen ihr Lieben! Da wir nur noch wenige Tage bis Weihnachten haben, dachte ich mir, ich sammle für euch mal ein paar spannende BienenFakten, mit denen ihr über die Festtage eure Verwandtschaft beeindrucken könnt. Und ehrlich gesagt bin ich nach ein wenig Recherche immer mehr erstaunt über meine Mädels. Ich hoffe, ich kann euch mit diesen Bienen-Fakten ein wenig mehr für diese tollen Insekten begeistern!

1. Es gibt etwa 30.000 Bienenarten

Gebt es zu: Wenn ihr an Bienen denkt, habt ihr das Bild der Honigbiene, insbesondere der Apis mellifera (Europäische Honigbiene), mit ihrem Bienenvolk und Bienenstock im Kopf. Allerdings macht die Honigbiene nur einen winzigen Teil innerhalb der Artenvielfalt unter den Bienen aus. Tatsächlich gibt es etwa 30.000 Bienenarten, die man unter den Wildbienen zusammenfasst. Dabei sind bei uns circa 600 verschiedene Arten heimisch, von denen nur die wenigsten in Staaten leben und solitär durch die Natur fliegen. Außerdem unterscheiden sie sich in Größe und Färbung.

Bienen-Fakten: Wildbienen

2. Nur wenige Bienenarten leben im „Bienenstock“

Tatsächlich nisten über zwei Drittel aller Wildbienenarten im Boden, der Rest nutzt Pflanzenhalme oder Fraßgänge von Käfern im Holz für die Ablage ihrer Eier und das Lagern von Futter. Im Umkehrschluss heißt das für uns: Wenn wir den Wildbienen helfen wollen (siehe nächster Fakt), sollten wir unsere Natur nicht zu ordentlich gestalten. Also hilft auch mal eine chaotische Ecke im Garten oder eine Mauer mit ein paar Löchern. Oder vielleicht ein Insektenhotel.

Bienen-Fakten: Bienenstock

3. Honigbienen sind nicht vom Aussterben bedroht

Wenn in den Medien vom „Aussterben der Bienen“ die Rede ist, wird nicht die Honigbiene gemeint. Denn der uns vertrauten Honigbiene geht es eigentlich ziemlich gut – seit den 60ern hat sich die Anzahl der Bienenstöcke nämlich verdoppelt. Den Imkern sei Dank! Allerdings heißt das nicht, dass uns die Medien veräppeln: In Europa ist etwa jede zehnte Wildbienenart vom Aussterben bedroht – und das ist ziemlich tragisch.

Bienen in Flugloch

4. Eine Arbeiterin wiegt nur etwa 100 mg und etwa genauso viel Honig transportieren

Ich habe in meinem Post über das Bienenvolk ja schon ein bisschen über Arbeiterinnen, Drohnen und Königin gesprochen. Allerdings habe ich tatsächlich die Größe außer Acht gelassen: Während eine Arbeiterin 12 bis 14 mm groß wird, erreicht sie ein Gewicht von durchschnittlich 82 mg. Im Gegensatz dazu wird eine Drohne ca. 15-17 mm groß und ist 250 mg schwer. Königinnen sind mit 20-25 mm die größten in der Truppe und wiegen 180-300 mg. Was jedoch noch viel spannender ist, ist die Tatsache, dass eine Nektar-sammelnde Arbeiterin 50 bis 70 Mikroliter Blütennektar in ihrem Honigmagen transportieren kann. Also fast ihr gesamtes Körpergewicht!

Bienen-Fakten: Gewicht einer Arbeiterin

5. Bienen sehen Bewegungen besser als wir – aber kein Rot

Während wir Menschen nur etwa 60 bis 65 Bilder pro Sekunde sehen können, erreichen die Facettenaugen einer Honigbiene eine sehr viel höhere zeitliche Auflösung. Sie können nämlich über 300 Bilder pro Sekunde erkennen, und damit Bewegungen viel besser wahrnehmen. Auf diese Weise können sie sich während des Flugs besser orientieren und Geschwindigkeiten besser ermitteln. Dafür nehmen sie aber statische Objekte nur grob und rasterartig wahr.

Im Gegensatz zu uns sehen Bienen die Farbe Rot nicht, sondern nehmen Farben im Ultraviolett-Bereich wahr. So erkennen sie bestimmte Farbmuster auf Blüten, die ihnen sozusagen eine Landebahn ausweisen.

6. Bienen fliegen 900 Mal um die Erde

Arbeiterinnen, die ihren Sammel-Job erledigen, können bis zu 50 Kilometer pro Stunde fliegen. Während der Suche nach Nektar können sich die Sammlerinnen mehrere Kilometer von ihrem Stock entfernen und fliegen täglich über 2000 Blüten an. Insgesamt kann ein Bienenvolk so während eines Jahres bis zu 36 Millionen Kilometer zurücklegen – das macht etwa 900 Runden um die Erde. Ganz ehrlich, da betrachtet man Honig doch ganz anders, oder?

7. Bienen haben einen sehr guten Geruchssinn

Im Vergleich zu anderen Insekten können Bienen tatsächlich außerordentlich gut riechen, denn sie haben 170 verschiedene Geruchsrezeptoren. Dabei nehmen die Mädels die Duftstoffe über winzige Poren an den Gliedern der beiden Fühler auf und können gleichzeitig noch feststellen, aus welcher Richtung der Geruch kommt. Zusätzlich dazu haben Bienen einen eignen Stallgeruch, äh, Stockgeruch an sich haften. Damit erkennen Wächterbienen am Flugloch, ob Eindringlinge reinkommen wollen. Außerdem sind insgesamt Gerüche natürlich sehr wichtig für jedes Bienenvolk, da Bienen stark über Gerüche kommunizieren und auch biologische Vorgänge im Volk über Pheromone gesteuert werden.

8. Wusstet ihr, dass Bienen mit ihrem Summen Elefanten vertreiben können?

Ernsthaft, die Dickhäuter stehen wohl überhaupt nicht drauf und suchen das Weite, wenn sie das Fluggeräusch eines Bienenschwarms hören. Puh, dann bin ich wohl sicher vor Elefanten. Einer meiner Lieblinge dieser Bienen-Fakten!

Bienen-Fakten: Elefanten

9. Bienen können Sprengstoff erkennen

Aufgrund ihres guten Geruchssinns (siehe Fakt 7) können Bienen dazu trainiert werden, Sprengstoff zu erkennen. Tatsächlich gibt es ein „Stealthy Sensor Insect Project“ in Los Alamos (USA), das vom Pentagon finanziert wird.

10. Bienen erkennen ihren Imker

Okay, das war auch mir neu: Bienen können sich Gesichter merken und ihren Imker erkennen1. Außerdem geben sie dieses Wissen an ihre Nachkommen weiter! Ich finde den Gedanken irgendwie schön, eine so innige Verbindung zu meinen Mädels zu haben. Nur den Stich, den nehme ich jetzt persönlicher…Das ist definitiv auch ein Favorit unter diesen Bienen-Fakten 🙂

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Prev Post Next Post